Suisseporcs | SUISAG  DE | FR
 
 Ruinöse Preise

Nur 2.45 Franken/kg LG! Über 100 Franken pro Schwein fehlen.

Aktuell gibt gerade noch 2.45 Franken/kg Lebendgewicht beim Schwein, über 100 Franken pro Schwein fehlen, um die Kosten zu decken. Der Unmut ist gewaltig. Nun können Konsumenten profitieren.

Unsere Absatzpartner müssen sich ebenfalls anstrengen, um die Wertschöpfung im Inland zu erhalten.
Beispiel aus Detailhandel

 

 

 Interview Marktsituation
 Futtermittel ohne Zollschutz

Zollansätze für Futtermittel enthalten kein Industrieschutz mehr

Bern, 30.06.2011 - Das Parlament hat im Rahmen der Beratungen zur Agrarpolitik 2011 entschieden, dass für Mischfutter und Milchersatzfutter kein Industrieschutz mehr gewährt wird. Am 1. Juli 2011 ist der letzte Franken über den Rohstoffschutz hinaus abgebaut. Die Tierhalter profitieren vom offeneren Markt, ohne dass die Getreideproduzenten benachteiligt werden.

Die Preise für Futtermittel sind innerhalb der Landwirtschaft ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bedeuten sie Einnahmen für die Getreideproduzenten, andererseits sind sie ein wichtiger Ausgabenposten für den Tierhalter. Ordnungspolitisch soll der Grenzschutz, soweit notwendig, die inländische Primärproduktion fördern, jedoch nicht die Tierhaltung unnötig verteuern und die vor- und nachgelagerten Industriesektoren schützen. Deshalb hat das Parlament 2007 entschieden, dass auf dem Schwellenpreissystem basierende Zollansätze keinen Industrieschutz mehr enthalten dürfen. Der Bundesrat hat in der Folge die Gewährung eines Zuschlags zu Gunsten der Futtermittelindustrie bis Ende 2011 befristet und das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement EVD hat diesen Zuschlag unter frühzeitiger Ankündigung schrittweise reduziert. Der letzte Franken des Industrieschutzes ist am 1. Juli 2011 abgebaut.

Der Abbau des Industrieschutzes hatte keinen Einfluss auf die Getreidepreise. Seit 2005 sind die Preise für Futtergetreide aufgrund des innerlandwirtschaftlichen Kompromisses zur Senkung des Grenzschutzes der Rohstoffe gesunken. Durch eine Erhöhung der Direktzahlungen wurde der Preisrückgang im Ackerbau teilweise kompensiert.

Die Mischfutterindustrie hat ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessert und wird trotz der schrittweisen Aufhebung des Industrieschutzes kaum durch Importe bedrängt. 2010 betrug der Import von Mischfutter weniger als ein halbes Prozent des Kraftfutterverbrauchs in der Schweiz.
Herausgeber: BLW

  
  

 

Tiefe Preise für Schlachtschweine -wann profitieren die Konsumenten?

Sempach, Montag 27. Juni 2011

Tiefe Preise für Schlachtschweine – wann profitieren die Konsumentinnen und Konsumenten davon?

Die Schweineproduzenten lösen zurzeit für ein Schlachtschwein nur Fr. 326.-. Vor drei Wochen waren es noch Fr. 378.-. Die Schlachtbetriebe, die Verarbeiter und der Detailhandel profitieren davon – der Konsument hingegen spürt nichts! Jetzt müssen endlich die Konsumentinnen und Konsumenten von den massiv tieferen Einstandspreisen profitieren können. Innerhalb von nur drei Wochen sind die Preise für Schlachtschweine um 14 Prozent von Fr. 4.30 pro Kilogramm Schlachtgewicht auf Fr. 3.70 gesunken. Die Konsumentenpreise für Schweinefleisch sind hingegen nur wenig oder gar nicht gesenkt worden.

Die Suisseporcs fordert deshalb, dass die Preise für Schweinefleisch im Detailhandel unverzüglich, auf breiter Front und massiv nach unten korrigiert werden.


Kontakt

Christian Oberli, Präsident Fachkommission Markt Suisseporcs 079 436 25 35

Dr. Felix Grob, Geschäftsführer Suisseporcs 079 355 94 85

Absender

Suisseporcs

Allmend

6204 Sempach

041 462 65 90

info@suisseporcs.ch

www.suisseporcs.ch